Etwas aus Bonn

Neukonzeption der städtsichen Bibliothekslandschaft

Nach langen hin und her, vielen Sitzungen und verschiedensten Rechenmodellen haben wir uns als Koalition bei der Bibliotheksfrage geeinigt.

Zu der Historie: Schon vor der aktuellen Ratsperiode beschloss der Rat der Stadt Bonn die Etablierung eines Haus der Bildung. Durch die vergrößerte Fläche, aber vor allem durch das erweiterte, moderne Angebot braucht dieses Haus mehr Personal. Der Trend bei Bibliotheken geht weg von der Ausleihbibliothek, hin zum Working-Space mit fachlicher Betreuung. Diesem Trend kommt das Haus der Bildung nach. Bei dieser Entscheidung wurde versäumt, sich mit der Frage des weiteren Umgangs mit den Stadtteilbibliotheken auseinander zu setzten. Dies müssen wir nun nachholen.

Da das Haus der Bildung mehr Personal braucht, müsste man – sollte man alle Stadtteilbibliotheken in dem jetzigen Umfang erhalten, zusätzliches Personal einstellen. Das ist aus Kostengründen nicht möglich.  Folglich muss man schmerzhafterweise an der bisherigen Struktur sparen.

Die Verwaltung hat 4 Standorte zur Schließung vorgesehen: Beuel Zentrum,
Dottendorf, Endenich und Auerberg. Mit dieser Situation mussten wir umgehen. Ziel war es einen Großteil der Einsparsumme zu erzielen und gleichzeitig möglichst ein Bildungsangebot an jedem Standort zu erhalten und dem Bürgerschaftlichen Engagement vor Ort weiterhin eine Grundlage bieten zu können. Das Konzept der Koalition ermöglicht dem bürgerschaftlichen Engagement, sowie ein bildungspolitisches Angebot eine Zukunft vor Ort reduziert gleichzeitig die Kosten.

Wir möchten an den Standorten Endenich, Dottendorf und Auerberg das Bielefelder Modell ermöglichen. Bei diesem werden die Personalkosten auf 10 Wochenstunden Betreuung reduziert. Zum Beispiel die Gebäudekosten bleiben städtisch. In Auerberg besteht eine besondere Situation, da sich hier der Inklusionsverein Müllestump bereit erklärt hat den Betrieb mit Betreuung zu stemmen und die Sozialstruktur im Stadtteil ein weiteres bildungspolitisches Angebot unabdinglich macht. Die Chance dieses Inklusionsmodells sollten wir uns als Stadt nicht durch die Finger rinnen lassen.
In Beuel hatte ich ein anderes Konzept, konnte mich damit aber nicht durchsetzen. Als Koalition werden wir nun das Brückenforum, also Beuel Zentrum, in einer deutlich abgespeckten Variante weiter führen und die Bibliothek Beuel-Ost in eine Schulbibliothek überführen.

Damit ist an jedem Standort die Ermöglichung eines bildungspolitischen Angebotes gegeben und gleichzeitig können Einsparungen generiert werden.

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