Etwas aus Bonn

kurzer Einschub zum Kulturhaushalt Bonn

Kurzer Einschub aus der Bonner Kommunalpolitik. Als Kulturpolitischer Sprecher bin ich auch für den Haushalt der Stadt Bonn in diesem Bereich politisch mitverantwortlich. Der Haushalt stand unter keinen guten Sternen. Die enormen Finanzprobleme der Stadt sind ja hinlänglich bekannt. Wir haben versucht dennoch eine gute Lösung zu finden und Alternativwege aufzuzeigen, in der die bedrohte Kultur eine weitere Zukunft hat und dennoch die Stadtkasse entlastet wird. 


Theater/Oper/Schauspiel: Hier schlug der OB eine Kürzung von 8 Millionen vor. Auf Nachfrage, wie sich diese Summe zusammensetzt, erklärte er dies seine eine Kürzung, die sich aus dem Durchschnitt der Ausgaben an das städtische Theater vergleichbarer Städte zusammensetzt. Diese Kürzung ohne konzeptionelle Absicherung konnten wir nicht mittragen. Konzeptionell und ohne Qualitätsverlust sind wir der Meinung, dass man beim Theater 3,5 Millionen sparen kann. Ich möchte hier vor allem dem Intendanten danken, der sehr konstruktiv mit der Stadt und uns zusammenarbeitet und zu diesen Kürzungen bereit war. 


Theater Marabu: Das Theater Marabu ist ein deutschlandweit herausragendes Kinder- und Jugendtheater. Wir konnten hier, trotz Haushaltslage die Zuschüsse um 10.000 Euro erhöhen. 


Theater Euro Central: Diese Entscheidung war für mich die schwierigste. Ich schätze das Theater, eine weitere Förderung ab 2020 war aus haushaltspolitischen Gründen leider nicht möglich. Ich hätte mir eine andere Lösung sehr gewünscht. Ich hoffe dass wir in den nächsten Haushaltsberatungen 2017/18 eine bessere Lösung finden.


Frauenmuseum: Ähnlich wie beim Euro Theater Central wurde diese Institution von der Verwaltung zur Kürzung vorgeschlagen. Das Frauenmuseum ist einzigartig. Zusammen mit einigen Sozialdemokraten suchten wir eine Lösung und fanden die Chance, dass das Frauenmuseum die Immobilie von der Stadt erwirbt und damit finanziell unabhängiger wird, sodass ein Überleben des Frauenmuseums zumindest ermöglicht wird. 


Bibliotheken: Der Kulturausschuss beschloss die Einsparung in Höhe von 440.000€. Die Konzeptionelle Ausgestaltung muss noch geklärt werden. Hier hat die Verwaltung und meine Person ein Konzept vorgelegt. 


Stadtgartenkonzerte: Den Sparvorschlag diese Reihe einzustellen hat der gesamte Kulturausschuss nicht mitgetragen. Damit ist die Reihe Stadtgartenkonzerte auch weiterhin gesichert. 


Gedenkstätte: Die Gedenkstätte braucht dringend eine stärkere Unterstützung gemäß ihrem gesellschaftlich notwendigen Auftrag. Daher möchten wir zusätzliche 25.000€ jährlich bereitstellen.


Der Haushalt wurde mit Stimmen der Koalition (CDU, FDP, GRÜNE), sowie der SPD beschlossen. Herzlichen Dank an alle Beteiligten. 

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